Kleine Anleitung für Corvette - Fahrer
um die Instrumentenbeleuchtungen der C3 auf LED's umzurüsten
Wenn man eine LED korrekt anschliesst, hält sie im Dauerbetrieb etwa 10 Jahre. Wenn sie nur ab und zu eingeschaltet ist, natürlich entsprechend länger, so lange, dass im allgemeinen gesagt wird: LEDs halten ewig.
Leuchtdiode (LED)
Die Leuchtdiode, auch LED (Light Emitting Diode) genannt, ist eine Halbleiterdiode, die beim Betrieb in Durchlassrichtung Licht erzeugt (emittiert). Dabei gibt ein Halbleiterkristall ein Lichtsignal ab, das durch die linsenförmige Form des Kopfes gebündelt bzw. gestreut wird.
Leuchtdioden gibt es in verschiedenen Farben, Grössen und Bauformen.
Dieses Bauteil ist je nach Farbe aus unterschiedlichen Halbleiterkristallen aufgebaut. Sie funktioniert dabei wie jede andere Halbleiterdiode auch.Die stufenlose Helligkeitsregelung im Fahrzeug bleibt erhalten!!
|
Welche LED nehme ich? Gar nicht so einfach! Hier meine Hinweise um Fehlkäufe zu vermeiden: |
|
||
|
||
|
||
|
Bedarfsermittlung - wie viele LED's brauche ich für meine Corvette ??
Jedes Original-Birnchen wird durch zwei LED's ersetzt. Bei meiner '77 sind es insgesamt fünf Birnchen in der Mittelkonsole, drei im Tacho und 4 im Drehzahlmesser - also 11 Stück - man braucht hierfür 26 LED's. Dies ist aber je nach Ausstattung evtl. unterschiedlich. Da die LED's normalerweise in 10er Packungen verkauft werden benötigt Ihr in der Regel 3 Packungen und habt somit noch Reserve (von Vorteil, da der Electronic-Shop mit Sicherheit geschlossen ist, wenn ihr am löten seid und evtl. eine "verbratet" oder die sich hartnäckig unter oder hinter der Werkbank versteckt).
Damit's auch leuchtet - PLUS und MINUS
LEDs lassen den Strom nur in einer Richtung durch! In welche Richtung, das kann man an der Länge der Beine erkennen. Das lange Bein ist mit der Anode verbunden und muss an Plus angeschlossen werden. Das kurze Bein ist mit der Kathode verbunden und gehört an Minus. Das Symbol ist unten zu sehen. Es sieht so ähnlich aus wie ein Pfeil, was andeuten soll in welche Richtung der Strom fließen kann. A steht für Anode, das lange Bein. In den Schaltplänen wird das A und das K nicht mit aufgeschrieben, es wird ganz einfach kurze Bein dort angeschlossen, wo der Pfeil hinzeigt und das lange Bein auf der anderen Seite.
LEBENSNOTWENDIG - der VORWIDERSTAND !!
Schliesst keine LED an eine Spannung über 1,5 bis 2 Volt an - es sei denn, Ihr möchtet für ein "Millisekungen-Blitzlicht" 2 bis 3 Euros ausgeben ;-) Ein Vorwiderstand ist nötig, damit die LED beim Betrieb nicht kaputt geht. Dafür kann man einen ganz normalen Widerstand in der richtigen Grösse verwenden. Ein Bild davon und das Symbol kann man links sehen. Bei einem Widerstand ist es egal, wie herum man ihn anschließt.
Welche Größe der Widerstand hat, hängt von den verwendeten Batterien und den verwendeten Dioden ab. Dazu gleich mehr. Wie gross dieser spezielle Widerstand ist, kann man an den Ringen erkennen - oder man fragt einfach den Verkäufer, so dass man ohnehin nur genau den richtigen Widerstand bekommt. Der Preis liegt im Einzelhandel bei 5 Cent oder weniger.
Um Euch die lästige Rechnerei zu ersparen habe ich hier die Widerstandswerte für die gängigsten LED's berechnet:
Basis: Batterie 13,8 Volt - Betriebsspannung der LED's 20 mA:
ROTE LED LED-Betriebsspannung 1,6 Volt Benötigter Widerstand 680 Ohm
GRÜNE LED LED-Betriebsspannung 2,9 Volt Benötigter Widerstand 680 Ohm
BLAUE LED LED-Betriebsspannung 4,0 Volt Benötigter Widerstand 560 Ohm
WEISSE LED LED-Betriebsspannung 4,0 Volt Benötigter Widerstand 680 Ohm
(Mit diesen Widerstandswerten seid Ihr auf der sicheren Seite !!)
Hier noch der Farbcode für Widerstände mit vier Farbringen zur Kontrolle u. Ermittlung des Wertes:
Farbe
1. Ring
1. Ziffer2. Ring
2. Ziffer3. Ring
Multiplikator4. Ring
Toleranzkeine
20 %
silber
0,01
10 %
gold
0,1
5 %
schwarz
-
0
1
braun
1
1
10
1 %
rot
2
2
100
2 %
orange
3
3
1000
gelb
4
4
10000
grün
5
5
100000
0,5 %
blau
6
6
1000000
0,25 %
violett
7
7
10000000
0,1 %
grau
8
8
100000000
0,05
weiß
9
9
1000000000
BEZUGSQUELLEN:
Ausser bei örtlichen Electronik-Shop's (unverhältnismässig teuer) gibt es die benötigten LED's natürlich bei den "Grossen" Versendern wie z.B. Conrad-Elektronik u.s.w.
(Ich hab dort weder Aktien noch Provision - war einfach nur mit der Abwicklung sehr zufrieden)
Genug der Theorie und des Einkaufens - jetzt bauen wir die "Dinger" ein !
Ich kann das jetzt nur auf meine C3 (1977) beziehen. Allerdings müsste das bei sämtlichen Vetten mit normalen Birnchen und Fassungen in in den Instrumenten gehen. Bei den Zusatzinstrumenten die Fassungen durch drehen und anschliessendem herausziehen entfernen. VORSICHT: Die Folie mit den Leiterbahnen nicht beschädigen !! Die Bahn links neben der obersten Fassung (von hinten gesehen) ist übrigens PLUS - (gegenüberliegend MASSE)
Für die Beleuchtung sind vorhanden: Oben Mitte 1 Fassung - Mitte je 1 Fassung neben Zentralstecker links und rechts - Unten je 1 rechts und links aussen. Die übrigen Fassungen bzw. Birnchen sind für die Kontrollampen vorgesehen und können natürlich auch (zusätzlich) umgerüstet werden.
.....und so sieht die Original Beleuchtung der Zusatzinstrumente aus. Glassockel-Birne einfach herausziehen:
Die Fassung macht den Unterschied! 1. Bild Rechts Zusatzinstrumente Mittelkonsole (5 Stück für Beleuchtung). Links Beleuchtung von Tachometer und Drehzahlmesser (je 4 Stück)
Beim einlöten in die Fassungen für die Mittelkonsole bin ich so vorgegangen:
Längere Seite des Anschlussdrahtes der LED (+) gekürzt, so dass noch ca. 3 mm am Glassockel stehen bleiben - Widerstand ebenfalls auf einer Seite bis auf 3mm gekürzt (egal welche Seite!) und zusammengelötet. Dann den Draht des anderen Endes vom Widerstandes bis auf ca. 7 mm ebenfalls "abgezwickt".
Die (ehemals) kürzeren Seiten der LED (-) auf die selbe Länge wie die der mit Widerstand gekürzt. Dies bei allen 10 LED's für die Zusatzinstrumente vornehmen.
Dann habe ich je zwei LED's in die Fassungen eingelötet. Dazu die Kontakte zur Aufnahme der Original-Lämpchen links und rechts mit entsprechend Lötzinn gefüllt. (Achtung - nicht zu lange und mit zu grossem Lötlolben (20 Watt sind ok) arbeiten, sonst "läuft" Euch die Kunststoff-Fassung im wahrsten Sinne des Wortes davon.
Anschliessend werden die beiden LED's mit den "Füssen" in die Fassungen eingelötet. Natürlich jeweils die beiden Widerstände und die beiden Enden ohne Widerstand auf die selbe Seite!
Auch hier gilt: Ruhig und vorsichtig löten und nicht wild drauf los brutzeln.
Zur Kontrolle kann man dann die Seite mit den Widerständen an PLUS einer 12 V Batterie halten und die Seite ohne Widerstände mit einem kurzen Kabel an MINUS - und siehe da - es leuchtet (hoffentlich) und das sogar vielleicht in blau - obwohl die Dioden ja durchsichtig bzw. weiss sind!! (Voraussetzung ist natürlich, dass Ihr in diesem Fall auch blaue gekauft habt *g*)
TIP: Ohne eine sogenannte "Dritte Hand" (Nach allen Seiten verstellbare Klemmhalterung) die Ihr im Baumarkt für ca. 5 Euros bekommt ist diese löterei zum scheitern verurteilt.
Nun werden die Fassungen wieder (vorsichtig) eingesetzt und durch drehen gesichert und die Kontakte hergestellt. Hier solltet ihr auf PLUS und MINUS achten. Falls Euch das entlangfahren der Leiterbahnen zu umständlich ist - es kann nichts passieren, wenn verpolt wird - ausser, dass die LED's nicht brennen. In diesem Fall den Sockel herausnehmen und um 180 Grad drehen - wieder einsetzen - dann kommt die "Erleuchtung).
Um einiges anders geht das bei den Beleuchtungen für Tacho und Drehzahlmesser (je vier Fassungen - also werden 16 LED's benötigt).
Diese Fassung bzw. der Lampensockel ist anders aufgebaut, da der Strom für die Beleuchtung nicht von den Leiterbahnen einer Folie abgenommen werden kann.
Auch der Sockel selbst ist anders geformt, er wird nur durch die Klemmwirkung der Metallzungen gehalten (siehe Bild unten). Die Sockel sitzen (zumindest war das bei meiner Vette so) ziemlich stramm - und müssen mit "beherztem" Zug am Sockel (nicht am Kabel!) herausgenommen werden.
Ich kenne ja Euere Fingerfertigkeit und Anatomie Euerer Hände nicht - aber ich kam um den Ausbau des Bord's mit Tacho und Drehzahlmesser nicht herum. Ich habe nicht gerade dicke Arme und grosse Hände, aber nach unzähligen Schrammen und Kratzern an Arm und Hand habe ich nach ca. einer halben Stunde den Versuch aufgegeben, die Fassungen in eingebautem Zustand herauszuziehen. Nach meiner jetzigen Erfahrung ist es schier unmöglich, mit eingebautem Bord die umgerüsteten Fassungen zu montieren, da hier auch die (+) Zuleitungen noch verbunden werden müssen.
Aber - der Reihe nach:
Fassungen rausziehen - PLUS- Zuleitung hinter den Fassungen mit kleinem Seitenschneider abzwicken (ja, Ihr habt richtig gelesen - anders geht das nicht)
Achtung - dass Ihr nicht die Birnchen bzw. Zuleitungen für die Blinker und Fernlichtkontrolle erwischt !!
Die jeweils drei abgezwickten (bei mir grauen) Kabel isolieren und im zugänglichen Bereich mit Klebeband bis zum Einbau der umgerüsteten Fassungen fixieren.
Kugelbirnchen durch eindrücken und anschliessendem drehen herausnehmen. (sind die mit den beiden "Knuppeln") den verbliebenen Rest Kabelzuleitung entfernen.
Dann mit einem 1,5 mm Bohrer im Aufnahmetopf der Fassung 2 Löcher (gegenüberliegend) komplett durch den Sockel bohren.
Durch diese Löcher werden die PLUS-Drähte der LED's (Ihr wisst ja noch - das sind die längeren) durchgesteckt - vorher die MINUS-Drähte direkt am Ausgang der LED um 90 Grad hochbiegen.
Zunächst die LED's ausrichten und die quer liegenden MINUS-Drähte jeweils auf den umlaufenden Kranz mit den Halteklemmen löten. (Keine zu hohe Lötstelle - sondern schön flach, sonst sitzt die Fassung später nicht mehr ganz fest im Gehäuse - von dem übrigens über die Halteklammern MASSE abgenommen wird) Anschliessend werden die überstehenden Dtahtenden abgezwickt.
Unter der Fassung "schauen" ja nun die beiden (langen) PLUS-Drähte heraus. Diese werden etwa 5 mm ausserhalb der Fassung abgeschnitten und die ebenfalls mit den auf einer Seite auf 5 mm gekürzten Widerstände verlötet. Die anderen Enden der beiden Widerstände werden dann ebenfalls zusammengelötet.
Um das ganze dann einfacher montieren zu können habe ich eine Drahtlitze von ca. 20 cm Länge an die zusammen gedrillten Enden der Widerstände gelötet und das Ganze bis zur Fassung mit Schrumpfschlauch versenen.
Das andere Ende dieser etwa 20 cm langen Litze kommt jeweils an die vorher isolierten und fixierten (grauen) PLUS Zuleitungen.
Nun braucht ihr nur noch die Fassungen in die dafür vorgesehenen Löcher zu drücken (darauf achten, dass die LED's nicht verbogen werden) und schon leuchtet da was viel heller oder schöner als vorher.
Natürlich kann ich keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit (Tippfehler) erheben. Jegliche Gewährleistung für Schäden die aufgrund dieser Anleitung entstehen muss ich ablehen.
Es handelt sich hierbei nicht um eine Arbeit für einen verregneten Samstagmittag. Rechnet ein Wochenende ein. (Nicht zum löten, sondern bis das ganze "drumherum" aus- und wieder eingebaut ist)
So - und nun viel Spass beim "basteln"
Diese Internet-Site wurde gestaltet von
Joe Stritt, Lörrach als Webmaster.
Das Copyright sämtlicher Inhalte (Bild und Text) liegt beim Webmaster.
Kopieren und veröffentlichen von Inhalten (auch auszugsweise) nur mit
vorheriger schriftlicher Genehmigung.
Zuwiderhandlungen werden strafrechtlich verfolgt.